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Warum ich nach Paraguay ausgewandert bin
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Warum ich nach Paraguay ausgewandert bin

Sechs Jahre digitaler Nomade, dann die Entscheidung für eine zweite Heimat: warum ich nach Paraguay ausgewandert bin, was ich liebe und was mich hier nervt.

Yannick SchrothYannick Schroth
8 Min. Lesezeit

Wenn ich morgens in Ycua Sati in Asunción aus dem Fenster schaue, denke ich manchmal an mein altes Leben in Deutschland zurück und frage mich, warum ich nicht früher gegangen bin. Über Nacht bin ich nicht nach Paraguay ausgewandert. Dahinter stehen sechs Jahre als digitaler Nomade, eine wachsende Unzufriedenheit mit der Lage in Deutschland und irgendwann die klare Entscheidung, mir eine zweite Heimat aufzubauen. Das ist meine persönliche Geschichte, ehrlich, mit allem, was ich an Paraguay liebe, und dem, was mich hier auch nervt.

Skyline von Asunción, der Hauptstadt von Paraguay

Sechs Jahre digitaler Nomade, bevor Paraguay kam

Angefangen hat alles mit einem Gefühl, das viele kennen: gelangweilt und genervt vom Alltag in Deutschland, mit dem starken Wunsch, die Welt zu sehen. Also habe ich beides verbunden. Während meines Masterstudiums in Global Studies habe ich mein Geld ortsunabhängig mit digitalem Marketing verdient, vor allem mit SEO, Copywriting und Webdesign.

So wurde ich sechs Jahre lang zum digitalen Nomaden. Ich habe in Thailand, Taiwan, Kolumbien, Peru und Mexiko gelebt, immer mit dem Laptop im Gepäck. Diese Jahre haben mir gezeigt, wie viele verschiedene Arten zu leben es gibt und dass ich nicht an einen einzigen Ort gebunden sein muss. Wie so ein Leben praktisch funktioniert, beschreibe ich auch in unserem Guide für digitale Nomaden.

Warum nicht nur die Steuern mich nach Paraguay zogen

Irgendwann reifte in mir ein Entschluss, der über das reine Reisen hinausging: Ich wollte eine zweite Option abseits von Deutschland. Nicht als kurze Laune, sondern als echten Plan B, auf den ich mich verlassen kann.

Der Auslöser war nicht allein das Thema Steuern. Natürlich ist Paraguays Territorialprinzip mit 0 Prozent auf Auslandseinkommen attraktiv, darüber schreiben wir im Überblick zum Steuersystem. Aber ehrlich gesagt ging es mir um mehr. Ich habe die wirtschaftliche und politische Entwicklung in Deutschland zunehmend mit Sorge gesehen und wollte für meine Zukunft nicht alles auf eine Karte setzen. Eine zweite Basis in einem stabilen, wachsenden Land gab mir genau dieses Gefühl von Sicherheit.

Warum meine Wahl auf Paraguay fiel

Nach so vielen Ländern hätte es überall hingehen können. Dass es Paraguay wurde, hat mehrere Gründe. Das Land ist politisch vergleichsweise stabil, die Wirtschaft wächst seit Jahren, und der Weg zur Residenz ist unkompliziert, ohne Investitionspflicht und ohne Sprachprüfung.

Dazu kamen die niedrigen Lebenshaltungskosten und ein Alltag, der sich für mich einfach richtig anfühlte. Was Paraguay als Land ausmacht, habe ich im großen Paraguay-Überblick zusammengefasst. Für mich war entscheidend, dass Paraguay nicht überlaufen ist. Es fühlt sich noch echt an, nicht wie eine Kulisse für Auswanderer, und genau das hat mich überzeugt.

Mein Leben in Paraguay: Ycua Sati in Asunción

Heute lebe ich größtenteils in Paraguay, genauer in Ycua Sati, einem ruhigen, grünen Viertel im Norden von Asunción. Es ist wohnlich, sicher und trotzdem nah an allem, was die Hauptstadt zu bieten hat. Warum gerade dieses Viertel bei Auswanderern beliebt ist, beschreibe ich im Detail in unserem Beitrag zu Ycua Sati als Wohnort.

Sesshaft im klassischen Sinne bin ich aber nicht geworden. Ich reise nach wie vor extrem gerne und bin viel unterwegs. Paraguay ist für mich kein Käfig, sondern eine Basis, ein Zuhause, zu dem ich immer wieder gern zurückkomme. Genau diese Kombination aus fester Basis und Reisefreiheit war für mich von Anfang an das Ziel.

Paraguayisches Asado auf dem Grill, Rippen und Würste über der Glut

Was ich an Paraguay liebe: die Menschen und das Fleisch

Wenn mich jemand fragt, was Paraguay besonders macht, fange ich immer bei den Menschen an. Die Paraguayer sind herzlich, entspannt und aufrichtig gastfreundlich. Man wird schnell aufgenommen, das gemeinsame Tereré-Trinken gehört zum Alltag, und der Rhythmus ist deutlich menschlicher als das, was ich aus Deutschland kannte.

Und dann ist da das Fleisch. Ein paraguayisches Asado ist für mich eine kleine Offenbarung: hervorragende Qualität, ehrlich zubereitet, zu Preisen, bei denen man in Deutschland nur den Kopf schüttelt. Rund um Grill, Familie und Freunde entsteht genau die Art von Gemeinschaft, die ich auf meinen Reisen immer gesucht habe. Mehr zu Alltag und Mentalität in Paraguay steht in unserem Beitrag zu Kultur und Traditionen.

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Ehrlich gesagt: die Schattenseiten Paraguays

So sehr ich Paraguay mag, ein Paradies ohne Fehler ist es nicht, und alles andere zu behaupten wäre unehrlich. Die Infrastruktur ist an vielen Stellen schwach: Straßen, das Internet abseits der Hauptstadt und öffentliche Dienstleistungen sind nicht auf europäischem Niveau.

Dazu kommen die Bürokratie, die ihr eigenes Tempo hat, und die Sommerhitze, die einen anfangs umhaut. Wer aus Deutschland kommt und deutsche Effizienz erwartet, muss sich umgewöhnen. Für mich überwiegen die Vorteile klar, aber jeder sollte mit realistischen Erwartungen nach Paraguay kommen, sonst folgt schnell die Enttäuschung.

Was Paraguay für mich heute bedeutet

Rückblickend war die Entscheidung für Paraguay eine der besten, die ich getroffen habe. Nicht, weil hier alles perfekt ist, sondern weil es zu mir passt: ein herzliches Land, bezahlbares Leben, eine echte zweite Heimat und die Freiheit, weiter zu reisen.

Aus dem gelangweilten jungen Mann in Deutschland ist jemand geworden, der seine Basis selbst gewählt hat. Wenn Sie mit einem ähnlichen Gedanken spielen, kann ich nur sagen: Es lohnt sich, ehrlich hinzuschauen. Den kompletten Weg von der Idee bis zur Ankunft beschreibt unser Komplettleitfaden zum Auswandern nach Paraguay.

Häufige Fragen zu meiner Auswanderung nach Paraguay

Warum ist Yannick nach Paraguay ausgewandert?

Nach sechs Jahren als digitaler Nomade wollte ich eine zweite Heimat abseits von Deutschland, auch angesichts der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung. Paraguay überzeugte mich mit Stabilität, niedrigen Kosten, einem einfachen Residenzweg und dem attraktiven Territorialsteuersystem. Die Steuern waren aber nur ein Grund von mehreren.

Wo in Paraguay lebt Yannick?

Ich lebe größtenteils in Ycua Sati, einem ruhigen, grünen Viertel im Norden von Asunción. Es ist wohnlich und sicher und liegt trotzdem nah am Zentrum der Hauptstadt. Ganz sesshaft bin ich aber nicht, ich reise weiterhin sehr viel und nutze Paraguay als Basis.

War die Auswanderung nach Paraguay nur wegen der Steuern?

Nein. Das Territorialprinzip mit 0 Prozent auf Auslandseinkommen ist attraktiv, war für mich aber nicht der Hauptgrund. Wichtiger war der Wunsch nach einer zweiten Option außerhalb Deutschlands, nach Stabilität und einem Lebensstil, der besser zu mir passt.

Was stört Yannick an Paraguay?

Am ehrlichsten sind die Schwächen bei der Infrastruktur: Straßen, Internet außerhalb der Hauptstadt und öffentliche Dienstleistungen. Dazu kommen Bürokratie und die intensive Sommerhitze. Für mich überwiegen die Vorteile klar, aber realistische Erwartungen sind wichtig.

Meine eigenen Bilder aus Paraguay folgen bald an dieser Stelle. Bis dahin gilt: Wenn Sie Fragen zu Ihrem eigenen Weg haben, schreiben Sie mir. Ich erzähle gern aus erster Hand, ehrlich und ohne Verkaufsdruck.

Hinweis: Dieser Artikel schildert meine persönliche Erfahrung und Meinung, keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung. Jede Situation ist individuell. Lassen Sie Ihre vor einer Auswanderung von qualifizierten Fachleuten prüfen.

Porträt von Yannick Schroth, Gründer · Paraguay-Auswanderungsberater

Über den Autor

Yannick Schroth

Gründer · Paraguay-Auswanderungsberater

Lebt in Asunción und begleitet deutschsprachige Auswanderer auf dem Weg zu Residenz, Cedula und steueroptimierter Firmenstruktur in Paraguay.

Tags:AuswandernPersönlichParaguay

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