Malta funktioniert anders als jedes andere Auswanderungsziel auf den üblichen Listen. Überall sonst entscheidet, wo Ihr Einkommen entsteht. In Malta entscheidet, ob Sie es nach Malta holen.
Dieses Prinzip heißt Remittance-Basis, und es ist zugleich Maltas größte Stärke und die Quelle der meisten Missverständnisse. Wer es verstanden hat, zahlt auf Auslandseinkünfte nichts. Wer es nicht verstanden hat, überweist sich das Geld aufs maltesische Konto und wundert sich über die Steuerrechnung.
Dieser Beitrag geht durch, was Malta 2026 verlangt und was es kostet: die Remittance-Basis mit ihrer Mindeststeuer, das Refund-System, das Unternehmen auf effektiv fünf Prozent bringt, die Wege zur Residenz und die Stellen, an denen Malta unbequem wird.

Die Remittance-Basis: Maltas eigentlicher Mechanismus
Als Zugezogener sind Sie in Malta in aller Regel non-domiciled. Daraus folgt eine Besteuerung, die sich in drei Sätzen zusammenfassen lässt:
| Einkunftsart | Behandlung in Malta |
|---|---|
| Einkünfte aus maltesischer Quelle | voll steuerpflichtig |
| Ausländische Einkünfte, nach Malta überwiesen | voll steuerpflichtig zum progressiven Tarif |
| Ausländische Einkünfte, nicht überwiesen | steuerfrei |
| Ausländische Veräußerungsgewinne | steuerfrei, unabhängig von der Überweisung |
Die letzte Zeile ist die wertvollste und wird am häufigsten übersehen. Kapitalgewinne aus ausländischem Vermögen bleiben auch dann steuerfrei, wenn Sie das Geld nach Malta holen. Wer ein Depot im Ausland hat und Positionen realisiert, kann den Erlös auf sein maltesisches Konto überweisen, ohne dass Malta zugreift.
Bei laufenden Einkünften ist es umgekehrt: Dividenden, Zinsen, Mieten und Arbeitseinkommen aus dem Ausland lösen Steuer aus, sobald sie maltesischen Boden berühren.
Was die Remittance-Basis im Alltag bedeutet
Sie brauchen zwei Konten: eines außerhalb Maltas, auf dem die laufenden Auslandseinkünfte liegen bleiben, und eines in Malta für den Lebensunterhalt. Und Sie brauchen die Disziplin, beides sauber zu trennen und dokumentieren zu können.
Das ist kein Trick, sondern die vorgesehene Funktionsweise des Systems. Es setzt aber voraus, dass Sie Vermögen haben, das Sie nicht zum Leben brauchen. Wer sein gesamtes Einkommen monatlich verbraucht, überweist es zwangsläufig nach Malta und versteuert es dort. Für dieses Profil ist Malta kein Steuersparmodell.
Die maltesische Mindeststeuer, die in Werbetexten fehlt
Die Remittance-Basis ist nicht umsonst. Non-Doms zahlen eine Mindeststeuer von 5.000 Euro im Jahr, unabhängig davon, ob sie etwas überweisen oder nicht.
Rechnen Sie das gegen: Bei 50.000 Euro Auslandseinkünften entspricht das einer effektiven Belastung von zehn Prozent. Bei 500.000 Euro sind es ein Prozent. Malta lohnt sich mit der Größe des Einkommens, nicht unabhängig davon.
Wer über eines der Residency-Programme kommt, zahlt mehr: Beim Residence Programme und beim Global Residence Programme liegt die Mindeststeuer bei 15.000 Euro jährlich.
Maltas Non-Dom-Status hat kein Zeitlimit, anders als Zypern
Zyperns Non-Dom-Status läuft nach 17 von 20 Steuerjahren aus. Maltas läuft nicht aus. Der Status gilt, solange Sie kein maltesisches Domicile erwerben, und das passiert bei den meisten Zugezogenen ihr Leben lang nicht.
Für jede Planung über zwei Jahrzehnte ist das der entscheidende Punkt. Wer mit 45 nach Zypern zieht, sieht die Frist mit 62 auf sich zukommen, also genau dann, wenn die Kapitalerträge am höchsten sind. In Malta stellt sich diese Frage nicht.
Das Refund-System: wie aus 35 Prozent effektiv 5 werden
Für Unternehmer ist das Maltas eigentliches Alleinstellungsmerkmal. Eine maltesische Gesellschaft zahlt zunächst 35 Prozent Körperschaftsteuer. Bei der Ausschüttung erstattet die Steuerbehörde den Gesellschaftern einen Teil zurück:
| Art der Gewinne | Erstattung | Effektive Belastung |
|---|---|---|
| Operative Gewinne (Trading Income) | 6/7 | 5 % |
| Passive Einkünfte (Zinsen, Lizenzen) | 5/7 | 10 % |
| Auslandseinkünfte mit Anrechnung | 2/3 | 18,75 % |
Fünf Prozent auf operative Gewinne ist der niedrigste Satz, den ein EU-Staat regulär bietet.
Zwei Dinge gehören dazu, damit die Rechnung stimmt. Erstens ist das Liquidität: Die 35 Prozent fließen zuerst ab und kommen erst nach der Ausschüttung zurück, was in der Praxis Monate dauern kann. Zweitens setzt das System echte Substanz voraus, also Geschäftstätigkeit, Buchhaltung und eine Struktur, die einer Prüfung standhält. Für einen Ein-Mann-Betrieb ohne Substanz ist der Aufwand größer als der Vorteil.
Für besonders qualifizierte Beschäftigte in bestimmten Sektoren gibt es zusätzlich einen Pauschalsatz von 15 Prozent auf Arbeitseinkommen bis fünf Millionen Euro.
Was Malta an lokalem Einkommen besteuert
Wer in Malta arbeitet oder Einkünfte dorthin überweist, fällt in den regulären Tarif:
| Zu versteuerndes Einkommen | Satz |
|---|---|
| bis 9.100 EUR | 0 % |
| darüber, progressiv | bis 35 % |
Der Grundfreibetrag ist mit 9.100 Euro deutlich kleiner als Zyperns 22.000, der Spitzensatz mit 35 Prozent gleich hoch. Malta ist kein Niedrigsteuerland für Arbeitseinkommen. Es ist eines für Auslandsvermögen, das draußen bleibt, und für Gesellschaften mit Substanz.
Eine Vermögensteuer gibt es nicht, eine Erbschaftsteuer ebenso wenig.
183 Tage: Malta ist unflexibler als Zypern
Für die steuerliche Ansässigkeit verlangt Malta in der Regel 183 Tage physische Anwesenheit. Alternativ greift der Habitual Residence Test, bei dem Mietvertrag, soziale Bindungen und wirtschaftliche Tätigkeit zusammen gewertet werden.
Damit ist Malta deutlich starrer als Zypern mit seiner 60-Tage-Regel. Wer als vielreisender Unternehmer eine Ansässigkeit sucht, die wenig Anwesenheit verlangt, ist auf Zypern besser aufgehoben. Wer ohnehin dort leben will, spielt das keine Rolle.
Die Wege zur Residenz auf Malta
Als deutscher Staatsbürger brauchen Sie kein Visum, die Freizügigkeit gilt. Drei Wege sind üblich:
Ordinary Residence ist der Standardweg für EU-Bürger und kostenlos. Sie mieten oder kaufen, beantragen die ID-Karte und melden sich bei der Sozialversicherung an. Der Aufbau dauert vier bis acht Wochen, die Nebenkosten mit Anwalt und Mietvertrag liegen bei 2.000 bis 4.500 Euro.
The Residence Programme richtet sich an EU-, EWR- und Schweizer Bürger, die den Sonderstatus wollen. Voraussetzung ist eine Premium-Immobilie, gekauft ab 275.000 Euro oder gemietet ab 9.600 Euro jährlich, dazu 6.000 Euro Aufbaukosten plus Honorar und die Mindeststeuer von 15.000 Euro im Jahr.
Das Global Residence Programme ist das Gegenstück für Nicht-EU-Bürger, mit derselben Mindeststeuer.
Für die meisten deutschen Auswanderer ist Ordinary Residence die richtige Wahl. Die Programme lohnen erst, wenn der Sonderstatus einen konkreten Zweck erfüllt.
Permanente Residenz und Staatsbürgerschaft
Die permanente EU-Residenz gibt es nach fünf Jahren, die Staatsbürgerschaft nach sieben, verbunden mit einer Sprachprüfung. Maltesisch ist eine semitische Sprache mit lateinischer Schrift und für Deutschsprachige ausgesprochen schwer. Wer einen zweiten Pass als Ziel hat, sollte das nüchtern einkalkulieren.
Was das Leben auf Malta kostet
Für einen Singlehaushalt mit mittlerem Anspruch rechnen Sie mit 1.500 bis 2.800 Euro im Monat. Der Posten, der alles andere dominiert, ist die Miete:
| Lage | Möblierte Zweizimmerwohnung |
|---|---|
| Sliema, St. Julian's | 900 bis 1.500 EUR |
| Mosta, Gozo und außerhalb | 600 bis 1.000 EUR |
Der Unterschied zwischen Sliema und Gozo ist der Unterschied zwischen einem teuren und einem bezahlbaren Malta. Gozo ist die kleinere Nachbarinsel, ruhiger und deutlich günstiger, dafür mit Fährverbindung statt Straße.
Banking auf Malta
Bank of Valletta, HSBC Malta, APS Bank und FCM Bank bestimmen den Markt. Als EU-Bürger mit maltesischer ID-Karte ist die Eröffnung unproblematisch, sie dauert zwei bis sechs Wochen je nach Haus.
Die Vorteile sind die eines EU-Standorts: SEPA-Überweisungen in Euro praktisch kostenlos, SWIFT für 10 bis 25 Euro, englische Oberflächen durchgehend, Mehrwährungskonten in Euro, Dollar, Pfund und Franken üblich, und die EU-Einlagensicherung bis 100.000 Euro.
Die Compliance-Prüfung ist seit dem Pilatus-Skandal von 2017 spürbar strenger geworden. Rechnen Sie mit detaillierten Fragen zur Vermögensherkunft, besonders wenn größere Beträge aus dem Ausland kommen.
Sie überlegen, ob Malta oder Paraguay zu Ihrer Vermögensstruktur passt? Im kostenlosen Erstgespräch rechnen wir beide Varianten durch, mit Blick darauf, welche Einkünfte Sie tatsächlich zum Leben brauchen.
Wo deutsche Auswanderer auf Malta leben
Malta ist mit 316 Quadratkilometern kleiner als der Bodensee und trotzdem in Zonen geteilt, die sich im Preis um die Hälfte unterscheiden.
Sliema und St. Julian's sind der Küstenstreifen, in dem die meisten Zugezogenen landen: Hochhäuser mit Meerblick, Cafés, internationale Nachbarschaft, die höchsten Mieten der Insel. St. Julian's grenzt an Paceville, das Ausgehviertel, was je nach Lebensphase Vorteil oder Ausschlusskriterium ist.
Valletta ist die Hauptstadt, Weltkulturerbe, wunderschön und als Wohnadresse anspruchsvoll: alte Bausubstanz, schmale Gassen, kaum Parkplätze, viele Treppen.
Mosta, Naxxar und der Inselnorden sind das bezahlbare Malta, wo auch Malteser wohnen. Sie brauchen dort eher ein Auto.
Gozo, die kleinere Nachbarinsel, ist die ruhigste und günstigste Variante. Der Preis ist die Fähre: Jeder Behördengang, jeder Facharzttermin und jeder Flug beginnt mit einer Überfahrt. Wer das unterschätzt, zieht nach einem Jahr zurück auf die Hauptinsel.
Eine gewachsene deutsche Gemeinde im Sinne von Vereinen und Stammtischen gibt es nicht. Die internationale Gemeinschaft ist dafür groß und leicht zugänglich, geprägt von Briten, Italienern und der Belegschaft der Glücksspiel- und Finanzbranche, die auf der Insel sitzt.
Sprache und Alltag auf Malta
Amtssprachen sind Maltesisch und Englisch, und Englisch ist keine Höflichkeitsformel, sondern Verwaltungs- und Geschäftssprache. Behördenformulare, Mietverträge, Arztgespräche und Bankunterlagen laufen auf Englisch.
Für deutsche Auswanderer ist das der praktische Unterschied zu jedem lateinamerikanischen Ziel: Sie können vom ersten Tag an alles selbst erledigen. Keine Übersetzung, kein Dolmetscher, keine Sprachschule als Voraussetzung.
Maltesisch brauchen Sie nur für die Einbürgerung. Es ist eine semitische Sprache in lateinischer Schrift, verwandt mit dem Arabischen, mit italienischen und englischen Einflüssen. Für Deutschsprachige gibt es kaum Anknüpfungspunkte.
Klimatisch ist Malta mediterran mit langen, sehr trockenen Sommern. Die Insel hat keine nennenswerten Süßwasservorkommen und deckt ihren Bedarf überwiegend über Meerwasserentsalzung. Im Hochsommer ist es heiß, windig und voll; die Bevölkerung vervielfacht sich durch Tourismus.
Gesundheitsversorgung auf Malta
Malta hat ein öffentliches Gesundheitssystem, zu dem Sie als sozialversicherter Resident Zugang haben, und daneben private Kliniken. Das Niveau gilt als gut, und die Behandlung läuft auf Englisch, was Missverständnisse ausschließt.
Als EU-Bürger bringen Sie zwei Dinge mit, die außerhalb Europas nicht gelten: die Europäische Krankenversicherungskarte für den Übergang und die Möglichkeit, sich über die maltesische Sozialversicherung regulär anzumelden, sobald Sie erwerbstätig oder ordentlich gemeldet sind.
Für planbare Eingriffe fahren manche Zugezogene nach Italien, das mit dem Flugzeug in einer Stunde erreichbar ist. Auf Gozo ist die Versorgung dünner als auf der Hauptinsel; die spezialisierte Behandlung findet in Msida statt.
Flüge zwischen Malta und Deutschland
Malta hat einen einzigen internationalen Flughafen bei Luqa, und er ist gut angebunden. Die reine Flugzeit nach Deutschland beträgt zwei bis drei Stunden, mit Direktverbindungen zu den großen deutschen Flughäfen.
Der Zeitunterschied ist null: Malta liegt in derselben Zeitzone wie Deutschland. Für alle, die weiter mit deutschen Kunden, Behörden oder Familie zu tun haben, ist das der unterschätzteste Vorteil der Insel. Ein Termin um zehn Uhr ist ein Termin um zehn Uhr, ohne Rechnerei.
Im Sommer steigen die Preise deutlich, weil Malta Urlaubsziel ist. Wer flexibel plant, fliegt außerhalb der Schulferien.
Wo Malta schwierig wird
Die Mindeststeuer trifft kleine Einkommen. 5.000 Euro im Jahr sind bei 50.000 Euro Auslandseinkünften zehn Prozent. Unterhalb einer gewissen Größenordnung rechnet sich das Modell nicht.
Die Remittance-Basis verlangt Vermögen, das draußen bleibt. Wer sein Einkommen monatlich verbraucht, holt es nach Malta und versteuert es. Das Modell passt zu Vermögenden, nicht zu Beziehern mittlerer laufender Einkünfte.
183 Tage sind viel. Für ortsgebundene Auswanderer kein Thema, für vielreisende Unternehmer der Punkt, an dem Zypern besser passt.
Die Insel ist klein. 316 Quadratkilometer, dicht besiedelt, im Sommer touristisch überlaufen. Manche empfinden das als überschaubar und angenehm, andere nach zwei Jahren als eng. Fahren Sie im August hin, bevor Sie sich entscheiden, nicht im April.
Die Reputation schwankt. Malta stand in den vergangenen Jahren wiederholt im Fokus internationaler Aufsichtsgremien. Für den Alltag spielt das keine Rolle, für die Frage, wie eine maltesische Struktur bei einer deutschen Bank oder einem Geschäftspartner ankommt, gelegentlich schon.
Malta oder Paraguay: unbefristet gegen unbefristet
Die Besonderheit dieses Vergleichs: Beide Länder haben keine Frist. Anders als bei Zypern läuft nichts aus. Die Unterschiede liegen woanders.
| Faktor | Malta | Paraguay |
|---|---|---|
| EU-Mitglied | ja, mit Freizügigkeit | nein |
| Ausländische Einkünfte | steuerfrei, solange nicht überwiesen | steuerfrei, ohne Bedingung |
| Ausländische Veräußerungsgewinne | steuerfrei, auch bei Überweisung | steuerfrei |
| Mindeststeuer | 5.000 EUR jährlich | keine |
| Einkommensteuer lokal | bis 35 % progressiv | 8 bis 10 % |
| Gesellschaft, operativ | effektiv 5 % nach Erstattung | 10 %, plus 8 % auf Ausschüttung |
| Anwesenheit für Ansässigkeit | 183 Tage | kein fester Mindestaufenthalt vorgeschrieben |
| Abkommen mit Deutschland | ja, seit 2001 | nein, nur Luftverkehr 1983 |
| Staatsbürgerschaft | nach 7 Jahren, Sprachprüfung | nach 3 Jahren permanenter Residenz |
| Lebenshaltung Single | 1.500 bis 2.800 EUR | 1.050 bis 1.650 EUR |
| Flugzeit nach Deutschland | 2 bis 3 Stunden | 16 bis 21 Stunden |
Malta passt, wenn Sie in der EU bleiben wollen, wenn Sie Auslandsvermögen haben, das Sie nicht zum Leben brauchen, wenn Sie eine operative Gesellschaft mit echter Substanz führen, oder wenn Ihnen Englisch als Alltagssprache und zwei Flugstunden nach Hause wichtig sind.
Paraguay passt, wenn der Vorteil ohne Bedingung gelten soll statt nur für nicht überwiesene Beträge, wenn eine Mindeststeuer von 5.000 Euro bei Ihrer Einkommenshöhe zu viel ist, wenn Sie auch lokal verdienen wollen, oder wenn Sie einen zweiten Pass in überschaubarer Zeit anstreben. Der Einstieg läuft über die temporäre Residenz nach Ley 6984/2022, für die die Migrationsbehörde keinen Solvenznachweis verlangt; wie es danach weitergeht, steht in der Anleitung zur Residencia Permanente.
Die ehrliche Trennlinie verläuft beim Vermögen. Malta belohnt Bestand, Paraguay belohnt Einfachheit. Wer viel hat und es liegen lassen kann, fährt in Malta gut. Wer laufendes Einkommen hat und es braucht, in Paraguay.
Häufige Fragen zum Auswandern nach Malta
Was bedeutet die Remittance-Basis in Malta?
Ausländische Einkünfte werden in Malta nur besteuert, wenn Sie sie nach Malta überweisen. Was draußen bleibt, bleibt steuerfrei. Ausländische Veräußerungsgewinne sind sogar dann steuerfrei, wenn Sie sie überweisen.
Wie hoch ist die Mindeststeuer für Non-Doms in Malta?
5.000 Euro im Jahr. Wer über das Residence Programme oder das Global Residence Programme kommt, zahlt 15.000 Euro.
Läuft der Non-Dom-Status in Malta aus?
Nein. Anders als in Zypern mit seinen 17 Jahren gilt er unbefristet, solange Sie kein maltesisches Domicile erwerben.
Wie kommt man in Malta auf 5 Prozent Unternehmenssteuer?
Über das Erstattungssystem: Die Gesellschaft zahlt 35 Prozent, bei Ausschüttung erstattet die Steuerbehörde sechs Siebtel auf operative Gewinne. Effektiv bleiben fünf Prozent. Das setzt echte Geschäftstätigkeit voraus.
Wie viele Tage muss man für die Steuer-Residenz in Malta anwesend sein?
In der Regel 183 Tage. Alternativ greift der Habitual Residence Test. Eine Regelung wie Zyperns 60-Tage-Modell gibt es nicht.
Was kostet das Leben auf Malta im Monat?
Für einen Singlehaushalt 1.500 bis 2.800 Euro. In Sliema und St. Julian's liegt die Miete bei 900 bis 1.500 Euro, in Mosta oder auf Gozo bei 600 bis 1.000.
Gibt es ein Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Malta?
Ja, seit 2001. Es regelt die Zuordnung für Renten, Mieten, Dividenden, Zinsen und Arbeitseinkünfte.
Wann bekommt man in Malta die Staatsbürgerschaft?
Nach sieben Jahren, mit Sprachprüfung. Maltesisch ist eine semitische Sprache und für Deutschsprachige schwer zu lernen.
Fazit: Für wen Malta 2026 aufgeht
Malta ist das Land für Vermögende, die in der EU bleiben wollen. Die Remittance-Basis ohne Zeitlimit, fünf Prozent auf operative Unternehmensgewinne, steuerfreie ausländische Veräußerungsgewinne und ein Abkommen mit Deutschland ergeben ein Paket, das in Europa seinesgleichen sucht.
Es ist die falsche Wahl für alle, die ihr laufendes Einkommen brauchen, deren Auslandseinkünfte die Mindeststeuer von 5.000 Euro nicht rechtfertigen, die weniger als ein halbes Jahr vor Ort sein wollen, oder die einen zweiten Pass in absehbarer Zeit anstreben.
Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle Steuer- oder Rechtsberatung. Die Angaben geben den Stand vom September 2026 wieder; Steuersätze, Mindeststeuern und Programmbedingungen ändern sich. Verbindliche Auskünfte erteilen die maltesischen Behörden und ein dort zugelassener Berater. Lassen Sie Ihre persönliche Situation vor einem Wegzug fachlich prüfen.
Sie wollen wissen, ab welcher Vermögenshöhe sich Malta rechnet? Im kostenlosen Erstgespräch stellen wir Ihre Einkunftsarten gegen die Mindeststeuer und sagen Ihnen, wo die Schwelle in Ihrem Fall liegt.

Über den Autor
Yannick Schroth
Gründer · Einwanderungshelfer für Paraguay
Lebt in Asunción und begleitet deutschsprachige Auswanderer auf dem Weg zu Residenz, Cedula und Firmengründung in Paraguay.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Gesetze, Preise und Fristen können sich ändern, einzelne Angaben daher inzwischen überholt sein. Für Ihren Fall bitte den aktuellen Stand prüfen oder uns direkt fragen.





