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Mennoniten in Paraguay: Filadelfia, Loma Plata, Neuland
Auswanderung & Residenz

Mennoniten in Paraguay: Filadelfia, Loma Plata, Neuland

Mennoniten in Paraguay: Wie die Kolonien Menno, Fernheim und Neuland im Chaco funktionieren und ob Auswanderer dort leben können. Fakten, Klima, Grenzen.

Yannick SchrothYannick Schroth
12 Min. Lesezeit

Wohnen & Stadtviertel in Paraguay

Wo deutsche Auswanderer in Paraguay wohnen, alle Viertel von Asunción und die wichtigsten Städte im Überblick, dazu Immobilienkauf und Mietwohnung.

Mitten im trockenen Chaco Paraguays, rund 470 Kilometer von Asunción, liegen drei Kolonien, in denen der Alltag auf Plautdietsch und Hochdeutsch läuft: Menno mit dem Zentrum Loma Plata, Fernheim mit Filadelfia und Neuland mit Neu-Halbstadt. Die Mennoniten, die sie gegründet haben, stellen nach Angaben ihres Genossenschaftsverbands weniger als ein Prozent der Bevölkerung Paraguays, erwirtschaften aber sechs bis sieben Prozent der Wirtschaftsleistung. Viele deutsche Auswanderer fragen sich, ob sie dort leben können. Dieser Artikel erklärt, wie die Kolonien funktionieren, was sie Zuzüglern bieten und wo die Grenzen liegen.

Mennoniten im Chaco: die drei Kolonien im Überblick

Die drei großen Mennonitenkolonien liegen im zentralen Chaco im Departamento Boquerón, dicht beieinander. Filadelfia und Loma Plata trennen nur rund 20 Kilometer, Neu-Halbstadt liegt etwas südlich. Jede Kolonie hat ihre eigene Geschichte, ihre eigene Genossenschaft und ihre eigenen Schulen, Krankenhäuser und Supermärkte.

KolonieZentrumGründungHerkunft der SiedlerEinwohner des Distrikts (Zensus 2022)
MennoLoma Plata1927Kanada20.545
FernheimFiladelfia1930Sowjetunion20.595
NeulandNeu-Halbstadt1947Ukraine und Polen, über DeutschlandDistrikt Boquerón: 16.764

Die Zensuszahlen gelten für die ganzen Distrikte, nicht nur für die Mennoniten. In allen drei Kolonien zusammen leben nach Angaben der Zeitung La Nación rund 14.500 Mennoniten. In Filadelfia ist die Mehrheit der Einwohner indigen, vor allem Nivaclé und Guaraní. Die Mennoniten sind also auch in ihren eigenen Zentren eine Minderheit, aber eine, die Wirtschaft und Infrastruktur prägt.

Geschichte der Mennoniten in Paraguay: drei Wellen

Die erste Gruppe kam aus Kanada. Als die kanadischen Provinzen in den 1920er Jahren englischsprachige Staatsschulen zur Pflicht machten, suchten konservative Mennoniten ein Land, das ihnen eigene Schulen und die Befreiung vom Militärdienst zusicherte. Paraguay tat das per Gesetz. 1927 gründeten sie die Kolonie Menno auf Land, das sie dem Unternehmer Carlos Casado abgekauft hatten. Über die Zahl der ersten Siedler gehen die Angaben auseinander, sie liegt zwischen rund 1.250 und 1.750 Menschen. Typhus und das ungewohnte Klima forderten in den ersten Jahren viele Tote.

1930 folgten Mennoniten, die aus der Sowjetunion geflohen waren und über Deutschland nach Südamerika kamen. Sie gründeten die Kolonie Fernheim. Ihr Hauptort Filadelfia entstand 1931, nachdem die Siedler eine Süßwasserlinse im Boden gefunden hatten. Im selben Jahr gründeten sie ihre Genossenschaft, nach eigener Darstellung die erste Paraguays.

Die dritte Welle kam nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Februar 1947 gründeten russlanddeutsche Mennoniten, die aus der Ukraine und Polen geflohen waren und in deutschen Lagern gelebt hatten, die Kolonie Neuland. Laut Schiffslisten kamen 2.474 Menschen, das Land kaufte das Mennonitische Zentralkomitee. Die Geschichte aller deutschen Siedlungen in Paraguay erzählt unser Artikel über die deutsche Community in Paraguay.

Wie die Mennonitenkolonien organisiert sind

Wer die Kolonien verstehen will, muss ihre Doppelstruktur kennen. Jede Kolonie besteht aus einer Asociación Civil, die Schulen, Krankenhäuser, Altenheime und Sozialkassen trägt, und einer Genossenschaft, die das Wirtschaftsleben organisiert. Beide haben dieselben Mitglieder. In Neuland ist jedes Mitglied der Asociación automatisch auch Mitglied der Genossenschaft.

Die Genossenschaften sind große Unternehmen. Die Chortitzer-Genossenschaft der Kolonie Menno hat rund 7.000 Mitglieder und betreibt die Molkerei Trébol, deren Milch Sie in jedem paraguayischen Supermarkt finden. Laut der Ratingagentur FIX SCR schlachtete der Fleischbetrieb Frigochaco der Kolonie Fernheim 2023 gut 180.000 Rinder, etwa acht Prozent aller Schlachtungen im Land. Zusammen stehen die drei Schlachthöfe der Kolonien laut Fecoprod für rund 30 Prozent der paraguayischen Fleischexporte.

Die Mitglieder finanzieren die sozialen Einrichtungen über Abgaben auf ihre Erträge. Dafür erhalten sie Leistungen, die der paraguayische Staat so nicht bietet: eigene Altenheime, eine gemeinsame Sozialversicherung mit kleiner Rente ab 65 Jahren, eine Feuer- und Sturmversicherung auf Gegenseitigkeit und einen eigenen Ordnungsdienst. Diese Leistungen sind an die Mitgliedschaft gebunden.

Können Nicht-Mennoniten in Filadelfia oder Loma Plata leben?

Ja, aber mit einer wichtigen Einschränkung. Filadelfia und Loma Plata sind paraguayische Städte mit eigener Gemeindeverwaltung, Banken, Hotels und einer gemischten Bevölkerung. Wohnen dürfen Sie dort wie überall im Land. Ausländer können in Paraguay grundsätzlich Grundbesitz erwerben, außer in den Grenzzonen.

Auf dem Gebiet der Kolonien selbst entscheidet aber die Kolonie mit, wer Land nutzt. Die Genossenschaft Fernheim erwirbt laut ihrem Rating-Bericht Land, um es den Mitgliedern zur Nutzung zu überlassen. Die Anthropologin Paola Canova beschreibt, dass Fernheim Grundstücke so verkauft, dass die Kontrolle bei der Kolonie bleibt. Wer ein Haus auf Koloniegebiet erwerben will, braucht also nicht nur einen Verkäufer, sondern auch die Zustimmung der Verwaltung.

Wie die Aufnahme als Mitglied im Einzelnen geregelt ist und ob sie eine Gemeindezugehörigkeit voraussetzt, regelt jede Kolonie selbst. Belastbare öffentliche Regeln dazu haben wir nicht gefunden. Wer ernsthaft überlegt, sollte sich direkt bei der Verwaltung der jeweiligen Kolonie erkundigen und zunächst einige Monate zur Miete wohnen.

Schulen, Krankenhäuser und Sprache bei den Mennoniten

Die Schulen gehören zu den besten im Landesinneren. Das Colegio Filadelfia, gegründet 1936, unterrichtet rund 270 Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 12 auf Deutsch und Spanisch, das Deutsche Sprachdiplom DSD I und II ist dort Pflicht. Das Colegio Loma Plata hat 337 Schüler und unterrichtet Deutsch, Spanisch, Englisch und Guaraní. Laut dem Schulnetzwerk PASCH sprechen die meisten Familien zu Hause Plautdietsch, Hochdeutsch ist für viele Kinder bereits eine Fremdsprache. Den Vergleich mit Schulen in Asunción und Hohenau finden Sie in unserem Ratgeber zu Schulen und Bildung in Paraguay.

Mennonitenkirche in Loma Plata, dem Zentrum der Kolonie Menno im paraguayischen Chaco

Die Krankenhäuser in Filadelfia und Loma Plata versorgen den ganzen zentralen Chaco und behandeln alle Patienten, nicht nur Koloniemitglieder. Das Hospital Loma Plata zählt nach Angaben der Chortitzer rund 100.000 Konsultationen und 2.000 Operationen im Jahr, das Hospital Filadelfia hat Labor, Computertomographie und Endoskopie. Beide haben Verträge mit der Sozialversicherung IPS, die 2024 allerdings sechs Wochen ruhten, weil die IPS ihre Rechnungen nicht bezahlt hatte.

Deutsch hören Sie in den Kolonien überall, allerdings meist als Plautdietsch, ein niederdeutscher Dialekt. Hochdeutsch ist Schul- und Kirchensprache. Der Radiosender ZP-30 sendet seit 1975 in acht Sprachen, darunter Deutsch, und das Mennoblatt erscheint seit 1930 in Filadelfia. Mit Spanisch kommen Sie bei Behörden und im Umgang mit der übrigen Bevölkerung weiter.

Klima im Chaco: Hitze, Trockenheit und Wasser

Das Klima ist der größte Unterschied zu allen anderen Wohnorten Paraguays. Im Januar liegen die Durchschnittswerte bei 37 °C am Tag und 25 °C in der Nacht. Am 28. September 2026 meldete der Wetterdienst DMH in Mariscal Estigarribia 43,8 °C und übertraf damit den bisherigen Höchstwert von 43,0 °C aus dem Jahr 1952. Im Jahr fallen nur etwa 700 bis 800 Millimeter Regen, rund die Hälfte dessen, was Asunción bekommt.

Wasser ist im Chaco knapp. Häuser fangen Regenwasser in Zisternen auf, dazu kommen gemeinschaftliche Wasserbecken, die Tajamares. In der Dürre 2024 waren die Reservoirs leer oder nur zu zehn Prozent gefüllt, und Filadelfia und Loma Plata mussten Wasser rationieren. Das staatliche Aquädukt, das Wasser vom Río Paraguay in den Chaco bringen sollte, funktioniert nur teilweise. Der Rechnungshof stellte im Dezember 2025 das Scheitern des Projekts fest.

Dazu kommt die Abgelegenheit. Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass Straßen im Chaco zwischen November und April nach Regen unpassierbar werden können. Die Transchaco selbst ist asphaltiert, die Nebenstraßen oft nicht. Wie extrem der Chaco im Vergleich zum Osten ist, zeigt unser Ratgeber zu Klima und Wetter in Paraguay.

Sie überlegen, in den Chaco zu ziehen? Wir übernehmen Residenz und Cédula in Asunción und helfen Ihnen, einen Probeaufenthalt in den Kolonien zu planen, bevor Sie sich festlegen. Sprechen Sie uns an.

Wohnen und Kosten in Filadelfia und Loma Plata

Ein freier Wohnungsmarkt wie in Asunción existiert im Chaco kaum. Mietwohnungen werden über Bekannte, die Kolonieverwaltung oder lokale Gruppen vermittelt, Portale haben nur wenige Angebote. In Filadelfia wurden im Herbst 2026 Baugrundstücke von 600 Quadratmetern in einer geschlossenen Wohnanlage für rund 50.000 USD inseriert, ein Grundstück mit 750 Quadratmetern für 320 Millionen Guaraníes, also rund 48.000 Euro. Belastbare Hauspreise oder Mieten haben wir nicht gefunden.

Diese Grundstücke liegen vermutlich auf städtischem oder privatem Land, nicht auf Koloniegebiet. Prüfen Sie vor jedem Kauf, wem der Boden gehört und ob die Kolonie mitreden muss. Wie ein Kauf mit Notar, Kataster und Grundbuch abläuft, erklärt unser Leitfaden zum Immobilienkauf in Paraguay.

Der Alltag ist gut organisiert. Die Supermärkte der Genossenschaften haben ein breites Sortiment, Fernheim bietet Glasfaser bis ins Haus an. In Filadelfia gibt es Filialen von Itaú und Atlas, in Loma Plata von Continental und Bancop. Was das Leben in Paraguay insgesamt kostet, rechnet unser Artikel zu den Lebenshaltungskosten in Paraguay vor.

Anreise und Entfernungen zu den Mennoniten-Kolonien

Von Asunción nach Filadelfia sind es 463 bis 470 Kilometer über die Ruta PY09, die Transchaco. Mit dem Auto brauchen Sie sechs bis acht Stunden. Die Busgesellschaft NASA-Golondrina fährt direkt von Asunción nach Filadelfia, ein Ticket kostete 2023 rund 140.000 Guaraníes. Linienflüge in den Chaco wurden 2024 angekündigt, ein regulärer Betrieb ist uns nicht bekannt.

Für Ihre Residenz bedeutet das: Alle Termine bei der Migrationsbehörde und für die Cédula finden in Asunción statt. Planen Sie dafür mehrere Tage in der Hauptstadt ein, bevor Sie in den Chaco ziehen. Den Ablauf beschreibt unsere Anleitung zur Cédula.

Sehenswertes in den Mennonitenkolonien

Für einen ersten Besuch lohnt sich der Chaco auch ohne Umzugspläne. Filadelfia hat neun Museen. Das bekannteste ist das Museum Jakob Unger mit rund 190 präparierten Vogelarten. Dazu kommen das Krankenhausmuseum im ältesten Gebäude der Stadt von 1932 und ein Museum für interkulturelle Begegnung, wie die Kolonie auf ihrer Tourismusseite von Fernheim beschreibt. In Loma Plata stehen das Heimatmuseum und die Kirche von Osterwick aus dem Jahr 1932.

Die Chortitzer bieten Führungen an, die eine Besichtigung der Molkerei Trébol einschließen. Ausflüge führen zum Naturreservat Laguna Capitán, zur Salzlagune Campo María und zu Stellungen aus dem Chacokrieg der 1930er Jahre wie dem Fortín Boquerón bei Neuland. Wer Paraguay noch nicht kennt, findet weitere Ziele in unserem Überblick der Freizeitaktivitäten in Paraguay.

Sicherheit und Regeln in den Kolonien

Die Kolonien gelten als ruhig. Die Chortitzer haben einen eigenen Ordnungsdienst mit Nachtwache, die Kolonien zusammen eine gemeinsame Ermittlungsbrigade. Eine Kriminalstatistik für die Region gibt es nicht. Ganz frei von Problemen ist der Chaco nicht: Die Drogenbehörde SENAD stellte im März 2025 bei Filadelfia ein mutmaßliches Drogenflugzeug sicher, weil der dünn besiedelte Chaco als Luftkorridor für Kokain genutzt wird.

Im Alltag spüren Sie eher die Werte der Gemeinschaft. In Filadelfia ist der Verkauf von Alkohol nach 22 Uhr verboten, Loma Plata regelt Verkaufszeiten und Verkaufsorte per Verordnung. Das Gemeindeleben dreht sich um Kirche, Familie und Arbeit. Ein vollständiges Alkoholverbot gibt es nicht. Wer eine liberale, städtische Umgebung sucht, wird sich hier eingeengt fühlen.

Für wen die Mennonitenkolonien passen

Aus unseren Gesprächen mit Interessenten wissen wir, dass die Kolonien vor allem Menschen anziehen, die eine geordnete, werteorientierte Gemeinschaft suchen und mit Landwirtschaft oder Handwerk etwas anfangen können. Für sie bietet der Chaco Sicherheit, gute Schulen, funktionierende Krankenhäuser und Nachbarn, die Deutsch verstehen. Wer selbst Mennonit ist oder sich einer Gemeinde anschließen will, hat es deutlich leichter.

Für die meisten anderen deutschen Auswanderer ist der Chaco kein naheliegender erster Wohnort. Die Hitze, die Entfernung von Asunción und die geschlossene Struktur der Kolonien sprechen dagegen. Wer deutschsprachige Nachbarn ohne diese Bedingungen sucht, ist in Hohenau und den Colonias Unidas oder in der Colonia Independencia meist besser aufgehoben.

Häufige Fragen zu den Mennoniten in Paraguay

Wie viele Mennoniten leben in Paraguay?

In den drei Chaco-Kolonien Menno, Fernheim und Neuland leben nach Angaben aus den Kolonien zusammen rund 14.500 Mennoniten. Dazu kommen Kolonien im Osten des Landes, etwa Sommerfeld und Bergthal in Caaguazú sowie Friesland und Volendam in San Pedro.

Warum sind die Mennoniten nach Paraguay gekommen?

Die erste Gruppe verließ Kanada in den 1920er Jahren, weil sie ihre Kinder auf englischsprachige Staatsschulen schicken sollte. Paraguay sicherte eigene Schulen und Befreiung vom Militärdienst zu. Spätere Gruppen flohen aus der Sowjetunion und nach dem Zweiten Weltkrieg aus Osteuropa.

Darf man als Deutscher in einer Mennonitenkolonie im Chaco wohnen?

In den Städten Filadelfia und Loma Plata ja, sie stehen allen offen. Auf Koloniegebiet entscheidet die Kolonie mit, wer Land nutzen darf, und viele Leistungen gelten nur für Mitglieder. Erkundigen Sie sich direkt bei der Verwaltung.

Welche Sprache sprechen die Mennoniten im Chaco?

Im Alltag meist Plautdietsch, einen niederdeutschen Dialekt. Hochdeutsch ist Schul- und Kirchensprache, Spanisch die Sprache der Behörden und des Handels. Die Schulen in Filadelfia und Loma Plata führen zum Deutschen Sprachdiplom.

Wie heiß wird es im Chaco bei den Mennoniten?

Im Januar liegen die Tageswerte im Schnitt bei 37 °C. Im September 2026 wurden in Mariscal Estigarribia 43,8 °C gemessen. Klimaanlage und Wasservorrat sind Pflicht.

Wie weit ist Filadelfia von Asunción entfernt?

463 bis 470 Kilometer über die Transchaco, mit dem Auto sechs bis acht Stunden. Busse der Gesellschaft NASA-Golondrina fahren direkt. Loma Plata liegt rund 20 Kilometer von Filadelfia entfernt.

Gibt es Alkohol in Filadelfia und Loma Plata?

Ja, aber eingeschränkt. In Filadelfia darf nach 22 Uhr kein Alkohol verkauft werden, Loma Plata regelt Verkaufszeiten und Verkaufsorte per Verordnung. Ein vollständiges Verbot gibt es nicht.

Welche Krankenhäuser gibt es in den Mennonitenkolonien?

Das Hospital Filadelfia und das Hospital Loma Plata versorgen den ganzen zentralen Chaco, auch Patienten, die nicht zur Kolonie gehören. Beide haben Verträge mit der Sozialversicherung IPS. Für Spezialbehandlungen fahren Patienten nach Asunción.

Fazit: Mennoniten in Paraguay und was Auswanderer daraus mitnehmen

Die Mennonitenkolonien im Chaco sind eine der erstaunlichsten Erfolgsgeschichten Paraguays. Aus Flüchtlingen und Glaubensauswanderern in einer Trockensavanne sind Gemeinschaften mit großen Genossenschaften, guten Schulen und funktionierenden Krankenhäusern geworden. Als Wohnort für deutsche Auswanderer ohne mennonitischen Hintergrund eignen sie sich aber nur bedingt: Die Strukturen sind für Mitglieder gemacht, das Klima ist hart, und Asunción ist einen Tag entfernt.

Wie der Chaco neben den anderen Regionen abschneidet, zeigt unser Überblick zum Wohnen in Paraguay nach Städten und Regionen. Die Lage aller Kolonien sehen Sie auf der Expat-Karte von Paraguay.

Sie wollen den Chaco vor Ort kennenlernen? Wir organisieren Ihre Residenz und Cédula in Asunción und helfen bei der Planung eines Besuchs in Filadelfia und Loma Plata. Vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch.

Porträt von Yannick Schroth, Gründer · Einwanderungshelfer für Paraguay

Über den Autor

Yannick Schroth

Gründer · Einwanderungshelfer für Paraguay

Begleitet mit seinem Team vor Ort in Asunción deutschsprachige Einwanderer auf dem Weg zu Residenz, Cedula und Firmengründung in Paraguay.

Tags:AuswandernKolonienChaco

Hinweis: Dieser Beitrag gibt den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Gesetze, Preise und Fristen können sich ändern, einzelne Angaben daher inzwischen überholt sein. Für Ihren Fall bitte den aktuellen Stand prüfen oder uns direkt fragen.

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