Paraguay zieht so viele Menschen an wie nie zuvor. Laut der Dirección Nacional de Migraciones gingen 2025 47.687 Residenz-Anträge ein, ein Plus von mehr als 63 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 40.600 Residenzen wurden erteilt. Für 2026 meldet die Behörde einen starken Jahresauftakt und damit eine Fortsetzung des Trends.

Foto: „Downtown Asuncion 0616“ von Cmasi, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, bearbeitet (zugeschnitten und skaliert)
Rekordjahr 2025 bei den Residenz-Anträgen
Mit 47.687 eingereichten Anträgen verzeichnete Paraguay 2025 das stärkste Jahr seiner jüngeren Migrationsgeschichte. Die Steigerung von über 63 Prozent gegenüber dem Vorjahr zeigt, wie schnell das Interesse an einer Residenz in dem südamerikanischen Land wächst. Von den eingereichten Anträgen wurden 40.600 bewilligt.
2026 setzt das Wachstum fort
Die Migrationsbehörde berichtet, dass auch der Jahresauftakt 2026 das hohe Niveau hält.
Hintergrund: Steuer- und Aufenthaltsregeln
Paraguay besteuert nach dem Territorialprinzip nur Einkünfte aus paraguayischer Quelle. Dazu kommen niedrige Lebenshaltungskosten, ein Residenz-Verfahren ohne Investitionspflicht oder Sprachprüfung und geringe Anwesenheitspflichten: In der temporären Phase genügt eine Einreise pro Jahr, ohne mehr als 12 Monate am Stück abwesend zu sein; in der permanenten Residenz ist mindestens eine Einreise alle drei Jahre Pflicht. Diese Anwesenheitsregeln betreffen nur das Aufenthaltsrecht. Steuerlich zählt, wo Sie tatsächlich wohnen: Wer in Deutschland eine Wohnung behält, bleibt dort in der Regel unbeschränkt steuerpflichtig. Wer in Paraguay selbst arbeitet, auch ortsunabhängig für ausländische Kunden, zahlt dort IRP.
Was die Rekordzahlen für deutsche Auswanderer bedeuten
Der Rekordandrang hat zwei Seiten. Einerseits zeigt er, dass Paraguays Modell funktioniert und eine wachsende Community entsteht. Andererseits bedeutet mehr Andrang potenziell längere Bearbeitungszeiten bei den Behörden. Parallel hat die Migrationsbehörde mit der Resolución 407/2026 die Anforderungen an den Solvenznachweis für die permanente Residenz ab dem 6. Juli 2026 verschärft.
Für deutschsprachige Auswanderer heißt das vor allem: den Prozess früh und sauber angehen. Den gesamten Ablauf von der temporären Residenz über die Cédula bis zur permanenten Residenz beschreibt unser Residenz-Leitfaden, die ersten Schritte aus Deutschland der Schritt-für-Schritt-Guide.
Häufige Fragen
Wie viele Residenzen erteilte Paraguay 2025?
Laut Migraciones wurden 2025 bei 47.687 eingereichten Anträgen 40.600 Residenzen erteilt, ein Plus von über 63 Prozent bei den Anträgen gegenüber dem Vorjahr.
Warum steigen die Residenz-Anträge in Paraguay so stark?
Häufig genannt werden die wirtschaftliche Entwicklung, niedrige Lebenshaltungskosten und ein Residenz-Verfahren ohne Investitions- oder Sprachhürde.
Führt der Rekord bei Residenz-Anträgen zu längeren Wartezeiten bei Migraciones?
Möglich. Mehr Anträge können die Bearbeitung verlängern, weshalb eine frühe, vollständige Antragstellung wichtiger wird, zumal ab 6. Juli 2026 strengere Solvenznachweise für die permanente Residenz gelten.
Quelle: Dirección Nacional de Migraciones (Jahresbilanz Residenzen 2025 und Ausblick 2026).
Hinweis: Dieser Artikel gibt den Stand vom Juni 2026 wieder und ersetzt keine Rechtsberatung. Zahlen und Verfahren können sich ändern. Lassen Sie Ihre individuelle Situation vor der Antragstellung prüfen.
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Über den Autor
Yannick Schroth
Gründer · Einwanderungshelfer für Paraguay
Begleitet mit seinem Team vor Ort in Asunción deutschsprachige Einwanderer auf dem Weg zu Residenz, Cedula und Firmengründung in Paraguay.





