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Paraguay: Inflation faellt auf 1,6 Prozent, Guarani so stark wie lange nicht
Leben & Alltag

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Paraguay: Inflation faellt auf 1,6 Prozent, Guarani so stark wie lange nicht

Die Inflation in Paraguay sank im Juli 2026 auf 1,6 Prozent im Jahresvergleich, den niedrigsten Stand des Jahres, bei leichter monatlicher Deflation. Der Guarani wertete rund 20 Prozent zum US-Dollar auf. Ein weiteres Signal fuer Preisstabilitaet am Standort.

Yannick SchrothYannick Schroth
5 Min. Lesezeit

Paraguays Wirtschaft sendet ein weiteres Stabilitätssignal: Die Inflation ist im Juli 2026 im Jahresvergleich auf 1,6 Prozent gefallen, den niedrigsten Stand des Jahres, und der Guaraní hat gegenüber dem US-Dollar spürbar aufgewertet. Das meldete die Zentralbank Banco Central del Paraguay (BCP) Anfang August. Für Auswanderer und Investoren, die den Standort prüfen, zählt dabei vor allem eines: Preisstabilität und eine robuste Landeswährung.

Was die BCP-Zahlen zeigen

Im Juli lag die monatliche Teuerung bei minus 0,1 Prozent, es gab also eine leichte Deflation. Die Jahresinflation sank auf 1,6 Prozent, den tiefsten Wert des laufenden Jahres. Aufgelaufen über die ersten sieben Monate 2026 liegt die Inflation bei nur 1,8 Prozent, fast die Hälfte der 3,3 Prozent im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Damit bewegt sich Paraguay klar unter dem BCP-Zielwert von 3,5 Prozent. Bemerkenswert: Die Anhebung des Mindestlohns um 5 Prozent hat laut BCP keine breite Preissteigerung ausgelöst.

Warum die Preise fielen

Drei Faktoren trieben die Entwicklung. Erstens günstigere Lebensmittel: Rindfleisch minus 0,9 Prozent, Schweinefleisch minus 1,3 Prozent, Eier minus 3,6 Prozent, frisches Gemüse minus 2,0 Prozent sowie Milchprodukte, Nudeln und Mehl minus 1,3 Prozent. Zweitens niedrigere Treibstoffpreise infolge gesunkener Rohölnotierungen zwischen Mitte Juni und Anfang Juli. Drittens billigere Importgüter wie Autos, Elektronik und Haushaltsgeräte.

Der dritte Punkt hat einen klaren Grund: Der Guaraní hat kumuliert rund 20 Prozent gegenüber dem US-Dollar zugelegt und erreichte etwa 6.000 Guaraní je Dollar. Eine starke Währung verbilligt Importe und dämpft die Inflation zusätzlich.

Was das für Auswanderer und Investoren bedeutet

Niedrige Inflation und eine feste Währung bedeuten vor allem Planbarkeit. Wer den Umzug plant, kann mit stabilen Preisen kalkulieren, und die Lebenshaltungskosten in Paraguay bleiben im Vergleich zu Deutschland deutlich niedriger. Für Unternehmer und Anleger ist ein Land mit gezügelter Inflation, solider Währung und einem Territorialprinzip mit null Prozent Steuer auf Auslandseinkommen ein attraktives Umfeld. Wie sich die Wirtschaft insgesamt entwickelt, ordnet unser Ausblick zur Wirtschaft ein.

Ehrlich eingeordnet gehören zwei Dinge dazu. Ein stärkerer Guaraní ist nicht nur gut: Wer sein Geld in Euro oder Dollar mitbringt, bekommt dafür etwas weniger Guaraní, der Wechselkurs verschiebt sich also leicht zuungunsten von Euro-Verdienern. Und Monatsdaten schwanken, ein einzelner Deflationsmonat ist noch kein Dauertrend. Am steuerlichen Kern für Privatpersonen ändert eine Inflationszahl ohnehin nichts: Maßgeblich bleibt Ihre tatsächliche Steueransässigkeit.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Inflation in Paraguay 2026?

Im Juli 2026 lag die Jahresinflation bei 1,6 Prozent, dem niedrigsten Stand des Jahres, bei einer leichten monatlichen Deflation von minus 0,1 Prozent. Aufgelaufen über sieben Monate sind es 1,8 Prozent. Das liegt deutlich unter dem Zielwert der Zentralbank von 3,5 Prozent.

Warum wertet der Guaraní gerade auf?

Der Guaraní hat 2026 kumuliert rund 20 Prozent gegenüber dem US-Dollar zugelegt und erreichte etwa 6.000 Guaraní je Dollar. Das verbilligt importierte Waren wie Autos und Elektronik und dämpft dadurch die Inflation zusätzlich.

Was bedeutet der starke Guaraní für Auswanderer?

Zweierlei. Positiv: niedrige, stabile Preise und ein Signal für eine robuste Wirtschaft. Weniger günstig: Wer Einkommen in Euro oder Dollar bezieht, erhält beim Umtausch etwas weniger Guaraní als bei einem schwächeren Kurs. Das Preisniveau bleibt gegenüber Europa dennoch deutlich niedriger.

Hinweis: Dieser Artikel ist eine journalistische Einordnung und ersetzt keine individuelle Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung. Inflations- und Wechselkursdaten schwanken; verbindliche Zahlen veröffentlicht die Banco Central del Paraguay.

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Porträt von Yannick Schroth, Gründer · Paraguay-Auswanderungsberater

Über den Autor

Yannick Schroth

Gründer · Paraguay-Auswanderungsberater

Lebt in Asunción und begleitet deutschsprachige Auswanderer auf dem Weg zu Residenz, Cedula und steueroptimierter Firmenstruktur in Paraguay.

Tags:WirtschaftAktuell

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