Paraguay vertieft seine Wirtschaftskooperation mit dem brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina. Bei einem Treffen im Vizepräsidialamt in Asunción unterzeichneten die paraguayische Investitions- und Exportförderung Rediex und Invest Santa Catarina am Freitag, dem 8. August 2026, ein Kooperationsabkommen. Für Unternehmer und Investoren, die den Standort prüfen, ist die engere Verzahnung mit einer der industriestärksten Regionen Südbrasiliens ein weiteres Signal wachsender wirtschaftlicher Integration.
Wer sich getroffen hat und was unterzeichnet wurde
Vizepräsident Pedro Alliana und der Präsident der Abgeordnetenkammer, Raúl Latorre, empfingen den Gouverneur von Santa Catarina, Jorginho Mello. Im Anschluss unterzeichneten Rediex, das Viceministerio der Red de Inversiones y Exportaciones unter dem Industrie- und Handelsministerium, und Invest Santa Catarina ein Abkommen zur Stärkung der wirtschaftlichen Beziehungen. Ziel ist ein Rahmen, der die Zusammenarbeit zwischen dem paraguayischen Privatsektor und dem brasilianischen Bundesstaat dynamischer macht, gemeinsame Projekte fördert und die Investitions- und Geschäftsmöglichkeiten erweitert. Man arbeite daran, Investitionen anzuziehen, die Kooperation auszubauen, mehr Arbeitsplätze zu schaffen und die Wirtschaft zu stärken, erklärte Latorre.
Eine Brücke, die 300 Kilometer sparen könnte
Bei dem Treffen wurde auch der mögliche Bau einer Brücke zwischen Mayor Otaño im paraguayischen Departement Itapúa und Eldorado in Argentinien erörtert. Nach den Worten von Alliana könnte diese Verbindung den Landweg nach Santa Catarina um rund 300 Kilometer verkürzen. Bessere Infrastruktur senkt Transportkosten und Fahrzeiten, was den grenzüberschreitenden Handel und die Ansiedlung von Betrieben erleichtert.
Warum das für den Standort zählt
Santa Catarina gehört zu den wohlhabendsten und industriell stärksten Bundesstaaten Brasiliens. Eine engere Anbindung an diesen Markt stärkt Paraguays Rolle als Investitions- und Produktionsstandort im Mercosur, gerade in Kombination mit günstiger Energie und niedrigen Steuern. Solche Abkommen bleiben zunächst Rahmenwerke, sie zeigen aber die Richtung: Paraguay positioniert sich systematisch als verlässlicher Partner für ausländisches Kapital.
Was das für Auswanderer und Unternehmer bedeutet
Ein zwischenstaatliches Kooperationsabkommen ändert für Privatpersonen weder die Steuerlast noch den Residenzprozess. Als Standortsignal ist es aber relevant: Ein Land, das seine Handels- und Investitionsbeziehungen ausbaut, wird für alle attraktiver, die eine Firmengründung in Paraguay erwägen oder Kapital verlagern. Warum Unternehmer den Standort wählen, fasst der Überblick für Unternehmer zusammen. Am steuerlichen Kern für Privatpersonen ändert sich nichts: Auslandseinkommen bleibt bei echter Steueransässigkeit über das Territorialprinzip unbesteuert. Wie sich Paraguays Wirtschaft insgesamt entwickelt, ordnet unser Ausblick zur Wirtschaft ein.
Hinweis: Dieser Artikel ist eine journalistische Einordnung und ersetzt keine individuelle Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung. Inhalt und Reichweite bilateraler Kooperationsabkommen können sich weiterentwickeln.
Sie prüfen Paraguay als Standort für Ihr Unternehmen oder Ihren Wohnsitz? Kontaktieren Sie uns für ein kostenloses Erstgespräch zu Residenz, Steuern und Firmengründung.

Über den Autor
Yannick Schroth
Gründer · Paraguay-Auswanderungsberater
Lebt in Asunción und begleitet deutschsprachige Auswanderer auf dem Weg zu Residenz, Cedula und steueroptimierter Firmenstruktur in Paraguay.





