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Aña Cuá 2026: Paraguays Wasserkraft-Ausbau bei 76 %
Leben & Alltag

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Aña Cuá 2026: Paraguays Wasserkraft-Ausbau bei 76 %

Präsident Peña inspiziert Aña Cuá: Der 450-Millionen-Dollar-Ausbau von Yacyretá ist zu 76 % fertig und liefert mit drei Turbinen 270 Megawatt mehr Strom.

Yannick SchrothYannick Schroth
4 Min. Lesezeit

Paraguay baut seine Stromerzeugung aus. Der Ausbau des Aña-Cuá-Arms am binationalen Wasserkraftwerk Yacyretá ist zu 76 Prozent fertiggestellt. Präsident Santiago Peña inspizierte die Baustelle und sprach von mehr Fortschritt und mehr Strom für das Land. Das Projekt kostet rund 450 Millionen US-Dollar und bringt mit drei neuen Turbinen 270 Megawatt zusätzliche Leistung für Paraguay und Argentinien.

Erneuerbare Stromerzeugung in Paraguay als Sinnbild für den Wasserkraft-Ausbau Aña Cuá

Aña Cuá in Zahlen: 450 Millionen Dollar, 270 Megawatt

Der Ausbau des Aña-Cuá-Arms umfasst drei neue Turbinen mit je 90 Megawatt, zusammen also 270 Megawatt. Das erhöht die Erzeugungskapazität von Yacyretá um rund 10 Prozent. Die Gesamtinvestition liegt bei etwa 450 Millionen US-Dollar, der globale Baufortschritt bei 76 Prozent, die Betonarbeiten bei rund 50 Prozent. Auf der Baustelle arbeiten etwa 800 Menschen an mehreren Fronten.

Grüner Strom aus dem ökologischen Abfluss

Das Besondere an Aña Cuá: Die Turbinen nutzen den ökologischen Abfluss von rund 1.500 Kubikmetern pro Sekunde, der bislang ungenutzt durch diesen Arm des Paraná floss. Aus Wasser, das ohnehin abgeleitet wird, entsteht so zusätzlicher Strom, ganz ohne neuen Stausee. Betrieben wird das Werk von der binationalen Entität Yacyretá (EBY); der zusätzliche Strom kommt Paraguay und Argentinien zugute.

Zeitplan: erste Turbine 2028, Fertigstellung 2029

Nach dem aktuellen Plan soll die erste Turbine 2028 in Betrieb gehen, der gesamte Komplex bis Ende 2029 fertig sein. Peña besichtigte den Stand gemeinsam mit Vizepräsident Pedro Alliana, der Ministerin für öffentliche Bauten Claudia Centurión und dem paraguayischen EBY-Direktor Luis Benítez Cuevas.

Warum das über die Energie hinaus wichtig ist

Paraguay lebt von günstiger, sauberer Wasserkraft, doch der Stromüberschuss könnte ohne neue Erzeugung bis 2030 aufgebraucht sein. Genau diese Sorge hatten wir in unserer Meldung zur entscheidenden Phase der Energiepolitik beschrieben. Aña Cuá ist ein konkreter Schritt dagegen, zusätzliche 270 Megawatt aus bereits fließendem Wasser.

Was bedeutet das für deutsche Auswanderer?

Direkt betrifft ein Kraftwerksausbau niemanden, der über eine Auswanderung nachdenkt. Als Standort-Signal ist er dennoch relevant, denn verlässliche und günstige Energie ist eine Grundlage für Wirtschaft und Lebensqualität vor Ort.

Am steuerlichen Kern ändert das nichts. Für Auswanderer bleibt entscheidend, dass Auslandseinkommen bei echter paraguayischer Steueransässigkeit über das Territorialprinzip unbesteuert bleibt. Wer über eigene wirtschaftliche Aktivität vor Ort nachdenkt, findet die Grundlagen im Leitfaden zum Investieren in Paraguay.

Häufige Fragen

Was ist das Aña-Cuá-Projekt?

Aña Cuá ist der Ausbau eines Nebenarms des Wasserkraftwerks Yacyretá. Drei neue Turbinen nutzen den ökologischen Abfluss des Paraná und liefern 270 Megawatt zusätzliche Leistung. Die Investition beträgt rund 450 Millionen US-Dollar.

Wie viel Strom bringt der Aña-Cuá-Ausbau?

270 Megawatt, verteilt auf drei Turbinen mit je 90 Megawatt. Das entspricht einer Steigerung der Erzeugungskapazität von Yacyretá um etwa 10 Prozent, die Paraguay und Argentinien zugutekommt.

Wann ist der Aña-Cuá-Ausbau fertig?

Nach aktuellem Stand soll die erste Turbine 2028 laufen und der gesamte Komplex bis Ende 2029 fertig sein. Der globale Baufortschritt lag im Juli 2026 bei 76 Prozent.

Quellen und Hinweis

Quellen: 1000 Noticias (18. Juli 2026, Bericht zur Inspektion durch Präsident Peña) sowie Angaben der Entidad Binacional Yacyretá (EBY).

Dieser Artikel ist allgemeine Information und keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung. Bau- und Zeitpläne großer Infrastrukturprojekte können sich verschieben. Für Ihre persönliche Situation sprechen Sie mit uns: kostenloses Erstgespräch.

Porträt von Yannick Schroth, Gründer · Paraguay-Auswanderungsberater

Über den Autor

Yannick Schroth

Gründer · Paraguay-Auswanderungsberater

Lebt in Asunción und begleitet deutschsprachige Auswanderer auf dem Weg zu Residenz, Cedula und steueroptimierter Firmenstruktur in Paraguay.

Tags:WirtschaftAktuellInfrastruktur

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